Was hat Northrop Grumman bei AML3D bestellt?
AML3D erhielt von Northrop Grumman Marine Systems eine erste Bestellung über rund 2,2 Millionen US-Dollar für ein großformatiges ARCEMY-X-System. Northrop Grumman ist der fünfte Hauptauftragnehmer der US Navy, der die Technik einsetzt, und AML3D hat in den USA nun Verträge über 17 ARCEMY-Systeme. Der Kunde liefert Teile für Raketenstartsysteme, Schiffsantriebe und Energieerzeugung und wählte die Anlage für die industrielle Basis des U-Boot-Baus.
Die Maschine geht vom US-Technologiezentrum von AML3D in Stow, Ohio, an den Standort von Northrop Grumman in Sunnyvale, Kalifornien. Die Bestellung enthält ein zweijähriges Wartungs- und Servicepaket. Die Hälfte der Zahlung wird mit dem ersten Projektmeilenstein fällig, weitere Raten folgen bis zur Endinstallation, die für das vierte Quartal 2027 erwartet wird.
Wie gehen australische Partner die Reparatur von Militärflugzeugen an?
Rosebank Engineering, das RMIT Centre for Additive Manufacturing und die Swinburne University of Technology entwickeln mit Unterstützung des AMCRC in zwei Jahren ein zertifizierbares Reparaturverfahren mit Laser-Auftragschweißen (L-DED). Es zielt auf ausscheidungshärtende Legierungen in Militärflugzeugen, etwa Inconel, nichtrostenden Stahl 15-5PH und Titan.
Ein Laser-Rescanning soll das Gefüge steuern und die geforderten Eigenschaften ohne nachträgliche Wärmebehandlung erreichen, indem der Wärmeeintrag lokal angepasst wird. Ziel ist die Reparatur eines echten Militärbauteils nach OEM-Vorgaben und NASA-STD-6030, mit dem Überwachungs- und Regelsystem AMCLAD von Rosebank. Die Partner erwarten, dass Reparaturen im eigenen Land Kosten und Lieferzeiten gegenüber langen internationalen Lieferketten senken.
Wer finanziert und kauft was?
Roboze sammelte 10 Millionen US-Dollar ein, unter anderem von Rialto Ventures, das die Series A anführte, Club degli Investitori und strategischen Investoren aus den USA, Italien und Singapur. Das Geld fließt in US-Produktionskapazität für qualifizierte Endanwendungsteile, Neueinstellungen in KI, Technik, Werkstoffen und Verteidigung sowie neue Materialklassen wie keramische Verbundwerkstoffe.
saas.group meldete seine 27. Übernahme: 3D AI Studio, eine Plattform, die aus Bildern oder Texteingaben 3D-Modelle erzeugt. Sie nennt 1,9 Millionen registrierte Nutzer und über 4 Millionen erzeugte Assets, mit Exportoptionen unter anderem für den 3D-Druck.
Was bringen StandardFlow und die Anycubic-Partnerschaft?
StandardFlow, ein Spin-out von WeeklyVentures, bietet eine KI-Plattform, die Unterlagen eines Unternehmens mit technischen Normen abgleicht, Lücken wie fehlende Dokumente oder veraltete Revisionen markiert und daraus Qualifizierungs-Fahrpläne erstellt. In einer Demonstration mit einer fiktiven Marinehalterung und fünf US-Militärnormen fand sie Unstimmigkeiten und widersprüchliche Vorgaben. CEO ist Michael Molitch-Hou, früher Chefredakteur von 3DPrint.com.
Anycubic und Thingiverse geben Anycubic-Nutzern Zugang zu mehr als 2 Millionen Modellen, ausgewählte davon werden für den Mehrfarbdruck angepasst und von STL in 3MF umgewandelt. Der gemeinsame Bereich auf Makeronline startet am 17. November 2026.
