Rolls-Royce hat bei Norsk Titanium ein additiv gefertigtes Bauteil aus Titan bestellt. Das Bauteil besteht aus der Legierung Ti-6Al-4V, die in Flugtriebwerken häufig eingesetzt wird. Laut Bericht könnte das Teil in den laufenden zivilen Triebwerksprogrammen von Rolls-Royce zum Einsatz kommen. Angaben zu Stückzahlen, Lieferterminen, Auftragswert oder zur Fertigung des Teils liegen nicht vor. Die Bestellung zeigt, dass die additive Fertigung von Metallen im zivilen Triebwerksbau weiter an Bedeutung gewinnt, wo Titanbauteile strenge Zulassungsanforderungen erfüllen müssen.
Toolcraft setzt auf zusätzliche Kapazität für Metall-Additive-Manufacturing: Das Unternehmen nimmt eine Farsoon FS722 in Betrieb. Die Anlage soll größere Metallbauteile und Serienfertigung ermöglichen. Als Gründe nennt Toolcraft eine positive Auftragslage sowie gestiegene Kundenanforderungen an Bauteilmaße und Fertigungsvolumen. Die FS722 arbeitet im Laser-Pulverbettverfahren, bei dem Metallpulver Schicht für Schicht mit einem Laser aufgeschmolzen wird. Angaben zu Investitionssumme oder Liefertermin liegen im Bericht nicht vor.
Der US-Fertigungsspezialist Precision Resource richtet an den Standorten Huntington Beach in Kalifornien und Shelton in Connecticut zwei zusätzliche Werke für additive Fertigung ein, die mit Druckern von 3D Systems ausgestattet werden. Geplant sind neue Druckanlagen, eine eigene Wärmebehandlung und zusätzliche Kapazitäten für die Präzisionszerspanung. Ziel ist ein durchgängigerer Weg vom gedruckten Rohteil zum fertigen Bauteil für kommerzielle Kunden und die Verteidigungsindustrie. Der Betrieb soll in den Werken im Lauf des ersten Quartals 2027 starten. Angaben zur Anzahl der Anlagen oder zum Investitionsvolumen liegen nicht vor.