AddiWire

Nachrichten zur additiven Fertigung und europäische Preise, mit unabhängigem Expertenkommentar

Messe

Formnext 2026: Neuheiten und Meldungen

17. bis 20. November 2026, Messe Frankfurt, Frankfurt am Main. Offizielle Seite der Messe

Die Formnext ist die internationale Fachmesse für additive Fertigung und industriellen 3D-Druck, vom 17. bis 20. November 2026 in der Messe Frankfurt. Diese Seite sammelt alle Meldungen von AddiWire, die die Formnext 2026 nennen: Anlagen, Werkstoffe und Software, die zur Messe angekündigt werden, Partnerschaften und die Neuigkeiten der Messetage. Jede Meldung fasst alle Berichte zu einem Ereignis zusammen und verlinkt jede Quelle.

Neueste Nachrichten

Euler sagt fehlerhafte Metallbauteile aus vorhandenen Schichtbildern voraus

Das isländische Startup Euler bietet Software an, die die ohnehin gespeicherten Schichtbilder vieler Laser-Pulverbettanlagen auswertet und Bediener vor einem Baujobabbruch warnt. Eine 47-tägige Studie am Dänischen Technologischen Institut zeigt, dass ein erheblicher Teil der Maschinenzeit in Ausschussjobs floss. Neue Anbindungen zeigt Euler auf der Formnext.

1 Quelle
Industrielle additive Fertigung

Stratasys: Erfolgreicher AM-Einstieg braucht Planung vor der Lieferung und Betreuung

Stratasys vertritt die Ansicht, dass der erfolgreiche Einstieg in die additive Fertigung lange vor der Druckerlieferung beginnt: mit einer anwendungsorientierten Technologiewahl, geschulten Mitarbeitern und einer fortlaufenden Beziehung zum Lieferanten. Das Unternehmen verweist auf Academy, Vor-Ort-Schulungen und Anwendungsingenieure und lädt zum Gespräch auf der Formnext in Frankfurt ein. Die Quelle ist eine herstellernahe Darstellung, die genannten Zahlen stammen von Stratasys selbst.

1 Quelle
Desktop-3D-Druck

Anycubic bringt Thingiverse-Modelle auf MakerOnline, Start am 17. November

Anycubic und Thingiverse haben eine exklusive Partnerschaft vereinbart. Ausgewählte Thingiverse-Modelle werden von STL in mehrfarbige 3MF-Dateien umgewandelt und Anycubic-Nutzern auf der Plattform MakerOnline angeboten. Ziel ist ein Druck nahezu per Mausklick auf kompatiblen Druckern wie dem Kobra X. Das Programm startet am 17. November, dem Eröffnungstag der Formnext.

1 Quelle
Industrielle additive Fertigung

Ceramic-AM: Desktop-DLP-Drucker von Admatec und Auflösungs-Upgrade von Lithoz

Admatec hat mit dem Admaflex Discovery einen DLP-Desktopdrucker für Keramik vorgestellt. Er kostet 75.000 Euro, Bestellungen sind ab November 2026 möglich, erste Auslieferungen für Ende des ersten oder Anfang des zweiten Quartals 2027 geplant. Lithoz zeigt ein Performance Pack für die CeraFab S65 mit 25 µm Pixelgröße. Beide Firmen stellen auf der Formnext in Frankfurt vom 17. bis 20. November aus.

3 Quellen
Veranstaltungen

Fachmedien-Panel zu Chinas 3D-Druck-Branche jetzt auf YouTube abrufbar

Vertreter mehrerer Fachmedien für Additive Fertigung haben sich am 27. Oktober 2026 zu einer gemeinsamen Diskussion über die Lage der Branche in China getroffen. Dabei war auch der Projektleiter der Formnext Asia Shenzhen, Johannes Gartner, Mitgründer von 3Druck.com, moderierte. Die 90-minütige Aufzeichnung steht nun auf YouTube bereit.

1 Quelle
Industrielle additive Fertigung

CoreTechnologie erweitert 4D_Additive um Jobvorbereitung und Verzugssimulation

CoreTechnologie hat zur Formnext 2026 die Version 1.8 SP1 seiner Software 4D_Additive vorgestellt. Das Update zielt auf die Vorbereitung additiver Fertigungsaufträge, damit wiederkehrende Schritte vor dem Druck entfallen. Über das neue Format 4dam lässt sich die Software an ein Manufacturing Execution System (MES) anbinden. Hinzu kommen eine Verzugssimulation für metallische Bauteile und Werkzeuge zur Bearbeitung der Geometrie. Der Bericht ist eine Kurzmeldung, weitere Angaben zu Verfügbarkeit oder Preis liegen nicht vor.

1 Quelle
Industrielle additive Fertigung

CMS zeigt Roboter-Großformatdrucker Krearob auf der Formnext

Der italienische Maschinenbauer CMS präsentiert auf der Formnext 2026 in Frankfurt den Krearob. Das sechsachsige System ist für die großformatige additive Fertigung (LFAM) von thermoplastischen Kunststoffen ausgelegt. Als Einsatzfelder nennt CMS Formen, Produktionswerkzeuge sowie Bauteile für die Luft- und Raumfahrt und den Fahrzeugbau. Der Extrusionskopf wird von einem Roboterarm geführt, nicht von einem Portalsystem, was andere Zugänglichkeit und Ausrichtung des Materialauftrags ermöglicht. Angaben zu Bauraum, Preis und Verfügbarkeit fehlen in der Meldung.

1 Quelle
Software

PTC und Formlabs zeigen Cloud-CAD-Anbindung für Harzdruck auf der Formnext

PTC zeigt auf der Formnext 2026, wie sich Druckteile aus einem CAD-Modell ableiten lassen, das mehrere Personen gleichzeitig in der Cloud bearbeiten. Die Vorführung am Stand in Halle 12.0 verbindet die Cloud-Plattform Onshape mit einem Formlabs Form 4 Harzdrucker. Im Vordergrund stehen die Verknüpfung von Konstruktion, Versionierung und additiver Fertigung und weniger ein neues Druckverfahren. Onshape vereint parametrisches CAD mit Cloud-Zusammenarbeit, sodass Konstruktionsteams ein aktuelles Modell teilen und dessen Versionen nachverfolgen können. Für Ingenieure zeigt die Messe, wie eine gemeinsame Konstruktionsquelle direkt in einen Harzdruck-Workflow einfließen könnte. Da es sich um einen Anreißertext handelt, liegen über Messestand und Produktkombination hinaus keine weiteren Details vor.</summary_de>

1 Quelle
Materialien

Lithoz bringt 4K-Performance-Pack für feinere Keramik auf S65-Systemen

Lithoz zeigt auf der Formnext ein Performance Pack für die CeraFab System S65 und S65 Medical. Das Nachrüstpaket nutzt ein 4K-Projektionssystem, hebt die Auflösung von 40 auf 25 µm und die Lichtintensität von 60 auf rund 120 mW/cm². Es zielt auf feinere Strukturen und dunkle Keramiken, die sich mit lichtbasierter Aushärtung schwer verarbeiten lassen.

Lithoz zeigt auf der Formnext ein optionales Performance Pack für das CeraFab System S65 und S65 Medical. Die 4K-Projektion verbessert die Auflösung von 40 auf 25 µm und verdoppelt etwa die Lichtintensität. Für Anwender ist wichtig, dass feinere Strukturen und dunklere Keramikschlicker womöglich ohne neue Maschine möglich werden. Neue Parameter müssen dennoch separat validiert werden, daher sollte man vor dem Serieneinsatz Zeit für die Qualifizierung einplanen.
Kommentar von Svetozar Kolesar
2 Quellen
Industrielle additive Fertigung

Stratasys zeigt auf der Formnext neues Serienproduktionssystem, F870 erstmals in Europa

Stratasys stellt am 17. November auf der Formnext 2026 in Frankfurt ein neues Polymersystem für die Serienfertigung vor, nennt aber weder Namen noch technische Daten. Am Stand in Halle 12.1 ist außerdem erstmals in Europa der Großformat-FDM-Drucker F870 zu sehen, dazu Werkzeuganwendungen von Toyota und GM.

Stratasys hat für den 17. November auf der Formnext ein neues Polymersystem für die Serienfertigung angekündigt, Name und technische Daten bleiben bis dahin offen. Für kleine und mittlere Fertiger zählen erst danach die entscheidenden Fragen: Teilekosten, Materialqualifizierung und die Wiederholbarkeit über eine ganze Produktionsserie. Solange diese Angaben fehlen, sehe ich die Ankündigung als Hinweis auf die Richtung, nicht als Planungsgrundlage.
Kommentar von Svetozar Kolesar
4 Quellen
Industrielle additive Fertigung

Solukon bringt Entpulverungsanlagen SFM-AT850 für Metallteile bis 1.000 kg

Solukon führt mit der SFM-AT850 und der Ultraschallvariante SFM-AT850-E Entpulverungsanlagen für große additiv gefertigte Metallbauteile bis 1.000 kg ein. Die E-Variante bringt die bisher nur bei mittelgroßen Teilen genutzte Ultraschallanregung auf große Bauteile. Beide Systeme debütieren auf der Formnext 2026, Bestellungen sind dort möglich, die Auslieferung ist für Ende des dritten Quartals 2027 geplant.

1 Quelle
Industrielle additive Fertigung

HP und Hyperion bringen gedrucktes Wolframkarbid in die Produktion

HP Additive Manufacturing und Hyperion Materials & Technologies haben eine strategische Partnerschaft für die additive Fertigung von Wolframkarbid geschlossen. Hyperion hat in Barcelona einen HP Metal Jet S100 installiert und bietet damit Serienbauteile und Prototypen an. HP will die Technologie auf der Formnext zeigen.

Hartmetall ist für das Binder Jetting ein besonders naheliegender Werkstoff, denn Hartmetallteile entstehen ohnehin durch Pressen und Sintern. Deshalb halte ich die Konstellation für schlüssig: Der Drucker steht bei einem Unternehmen, dessen Kernkompetenz der Ofen ist, und beim Binder Jetting entscheidet der Ofen über das Ergebnis, nicht der Druckkopf. Für Einkäufer und Konstrukteure verlagern sich die Fragen damit auf das gesinterte Teil. Wie wird die Schwindung für die eigene Geometrie kompensiert, und welche Toleranz liefert der Ofen vor dem Schleifen? Beziehen sich Angaben zu Dichte, Härte und Zähigkeit auf gedruckte Teile oder auf eine konventionelle Sorte? Diamantschleifen von Hartmetall ist teuer, die Wirtschaftlichkeit hängt also davon ab, wie endkonturnah das Teil ankommt. Nach meiner Erfahrung überzeugt letztlich nur die Standzeit, gemessen am eigenen Bauteil im eigenen Einsatz. Dafür sollte ein Pilotprojekt eingeplant werden, bevor über Serienstückzahlen gesprochen wird.
Kommentar von Svetozar Kolesar
3 Quellen