HP Additive Manufacturing und Hyperion Materials & Technologies haben eine strategische Partnerschaft für die additive Fertigung von Wolframkarbid geschlossen. Hyperion hat in Barcelona einen HP Metal Jet S100 installiert und bietet damit Serienbauteile und Prototypen an. HP will die Technologie auf der Formnext zeigen.
Was die Vereinbarung umfasst
HP kombiniert seine Binder-Jetting-Plattform mit Hyperions Erfahrung in Herstellung, Sinterung und Endbearbeitung von Wolframkarbid. Kunden erhalten einen durchgängigen Weg von der Anwendungsentwicklung und Qualifizierung bis zur Serienfertigung. Hyperion hat am Standort Barcelona einen HP Metal Jet S100 installiert, damit ist die kommerzielle Fertigung von Wolframkarbid auf der Plattform über Hyperion verfügbar.
Welche Bauteile im Fokus stehen
Gemeinsam mit Kunden wollen die Partner Anwendungen finden und qualifizieren, bei denen gedrucktes Wolframkarbid technische und wirtschaftliche Vorteile bietet. Genannt werden Konstruktionen, die konventionell schwierig oder unwirtschaftlich sind, etwa komplexe Formen, zusammengeführte Baugruppen und individuelle Teile. Erwartet werden zudem kürzere Entwicklungszyklen und bessere Materialausnutzung. Grundlage ist CarbiForm, eine neue Reihe druckfertiger Wolframkarbid-Pulver von Hyperion für das Binder Jetting.
Was das bedeutet
Für Hersteller von Werkzeugen, Verschleißteilen und Matrizen in der EU entsteht damit ein möglicher Dienstleistungsweg zu gedrucktem Wolframkarbid samt Qualifizierungspfad, ohne eigenen Drucker. Preise, Bauteilgrößen und Werkstoffkennwerte nennen die Berichte nicht, Wirtschaftlichkeit und Qualifizierungsaufwand pro Teil bleiben offen. Sinterschwund und Ofenarbeit sind beim Binder Jetting typische Kostentreiber, realistisch sind daher Pilotteile und ein direkter Vergleich mit heutigen geschliffenen oder gepressten Hartmetallteilen.
Häufige Fragen
Was haben HP und Hyperion vereinbart?
Sie haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um den Zugang zur additiven Fertigung von Wolframkarbid zu erweitern, mit Serienteilen und schnellem Prototyping für Industriekunden.
Wo werden die Teile gedruckt?
Auf einem HP Metal Jet S100, den Hyperion an seinem Produktionsstandort in Barcelona, Spanien, installiert hat.
Welches Pulver kommt zum Einsatz?
CarbiForm, eine neue Pulverreihe von Hyperion, die für das Binder Jetting entwickelt wurde.