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Industrielle additive Fertigung

HP und Hyperion bringen gedrucktes Wolframkarbid in die Produktion

HP Additive Manufacturing und Hyperion Materials & Technologies haben eine strategische Partnerschaft für die additive Fertigung von Wolframkarbid geschlossen. Hyperion hat in Barcelona einen HP Metal Jet S100 installiert und bietet damit Serienbauteile und Prototypen an. HP will die Technologie auf der Formnext zeigen.

Hartmetall ist für das Binder Jetting ein besonders naheliegender Werkstoff, denn Hartmetallteile entstehen ohnehin durch Pressen und Sintern. Deshalb halte ich die Konstellation für schlüssig: Der Drucker steht bei einem Unternehmen, dessen Kernkompetenz der Ofen ist, und beim Binder Jetting entscheidet der Ofen über das Ergebnis, nicht der Druckkopf. Für Einkäufer und Konstrukteure verlagern sich die Fragen damit auf das gesinterte Teil. Wie wird die Schwindung für die eigene Geometrie kompensiert, und welche Toleranz liefert der Ofen vor dem Schleifen? Beziehen sich Angaben zu Dichte, Härte und Zähigkeit auf gedruckte Teile oder auf eine konventionelle Sorte? Diamantschleifen von Hartmetall ist teuer, die Wirtschaftlichkeit hängt also davon ab, wie endkonturnah das Teil ankommt. Nach meiner Erfahrung überzeugt letztlich nur die Standzeit, gemessen am eigenen Bauteil im eigenen Einsatz. Dafür sollte ein Pilotprojekt eingeplant werden, bevor über Serienstückzahlen gesprochen wird.
Kommentar von Svetozar Kolesar
3 Quellen