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Medizin

Verbund will auflösbare Molybdän-Dentalmembranen per Laser drucken

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Verbund will auflösbare Molybdän-Dentalmembranen per Laser drucken
Bild: ModuleWorks

Ein deutsches Forschungskonsortium arbeitet an patientenindividuellen Dentalmembranen aus Molybdän, die der Körper allmählich abbaut. FIT AG, ModuleWorks und Fraunhofer IFAM Dresden wollen mit BMBF-Förderung die geringe Festigkeit und Duktilität von lasergeschmolzenem Molybdän verbessern. Das Projekt läuft von April 2025 bis März 2028.

Die wichtigsten Fakten
  • Gefördert vom BMBF, Förderkennzeichen 13X5234C
  • Verfahren: Laserstrahlschmelzen von Molybdän
  • Laufzeit: April 2025 bis März 2028
  • Deutscher Markt: rund 136.000 Fälle, 68 Mio. Euro jährlich

Kontext Molybdän ist ein Refraktärmetall, hat also einen sehr hohen Schmelzpunkt und lässt sich schwer verarbeiten.

Warum Molybdän für Membranen?

Das Projekt AMoreDentaL sieht Molybdän als fest, gut verträglich und gleichmäßig abbaubar im Körper. Ziel sind individuelle Membranen, die den Knochenaufbau im Kieferbereich lenken. In Deutschland geht es um rund 136.000 Fälle und 68 Millionen Euro Jahresumsatz.

Wie soll das Material besser werden?

Gedrucktes Molybdän ist bislang zu wenig fest und duktil. Die Partner passen Pulverauswahl, Legierung, Laserparameter und Nachbearbeitung an und nutzen simulationsgestützte Prozessplanung. ReOss konstruiert und druckt danach funktionale Prototypen, die die Dresdner Kieferchirurgie im Tiermodell prüft.

Was das bedeutet

Es handelt sich um frühe Forschung, die Tierversuche stehen noch aus. Ein klinisches Produkt ist vor Projektende 2028 nicht zu erwarten. Relevant für Hersteller ist, dass abbaubare Metalle jenseits von Magnesium und Zink für LPBF erforscht werden. Ein daraus entstehendes Implantat müsste Medizinprodukte-Qualifizierung und biologische Bewertung durchlaufen, was zusätzlich Zeit und Kosten bedeutet.

Häufige Fragen

Wer ist an AMoreDentaL beteiligt?

FIT AG, ModuleWorks und Fraunhofer IFAM Dresden sind die Partner, ReOss übernimmt Konstruktion und Prototypendruck. Das BMBF fördert es im Programm KMU-innovativ.

Wann läuft das Projekt?

Von April 2025 bis März 2028.

Zu den Originalberichten
  1. ModuleWorks, 28. Okt. 2026