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Industrielle additive Fertigung

HP und Hyperion bringen Wolframkarbid aus dem Binder Jetting in die Serienlieferung

Veröffentlicht 1 QuelleMit KI zusammengefasstEnglish version

HP Additive Manufacturing und Hyperion Materials & Technologies haben eine Vereinbarung als bevorzugte Partner zum Druck von Wolframkarbid auf HPs Metal-Jet-Plattform geschlossen. Hyperion hat in Barcelona eine Metal Jet S100 installiert und liefert gedruckte Teile auf Basis seiner neuen CarbiForm-Pulver. Gemeinsam mit Kunden sollen Anwendungen qualifiziert werden.

Die wichtigsten Fakten
  • Vereinbarung am 28. Oktober 2026 in Barcelona bekannt gegeben
  • Hyperion betreibt in Barcelona eine HP Metal Jet S100
  • Gedruckt wird mit neuen CarbiForm-WC-Pulvern
  • HP zeigt das Verfahren auf der Formnext, Halle 12.1, Stand D41

Kontext Beim Binder Jetting wird Metallpulver schichtweise mit einem flüssigen Binder verklebt; die endgültigen Werkstoffeigenschaften entstehen erst beim Sintern im Ofen.

Was die Vereinbarung umfasst

Die Strategic Preferred Partner Agreement wurde am 28. Oktober in Barcelona bekannt gegeben. Sie verbindet HPs Metal-Jet-Binder-Jetting-Plattform mit Hyperions Sinter- und Veredelungsbetrieb für Wolframkarbid (WC). Gedruckte Teile sind bereits über Hyperion erhältlich, das die kommerzielle Fertigung auf Metal-Jet-S100-Druckern anbietet.

Anlage und Werkstoff

Im Oktober 2026 installierte Hyperion an seinem Standort Barcelona eine HP Metal Jet S100. Gedruckt wird mit CarbiForm, einer neuen Hyperion-Reihe druckfertiger WC-Pulver für das Binder Jetting. Die Pulver werden zusammen mit Hyperions eigenem Sintern auf dem Metal-Jet-Drucker getestet. Kunden erhalten so einen durchgängigen Weg von der Anwendungsentwicklung über die Qualifizierung bis zur Serienfertigung.

Zielanwendungen und nächste Schritte

Nach Angaben der Unternehmen ermöglicht der WC-Druck Konstruktionen, die konventionell schwierig oder unwirtschaftlich sind, etwa komplexe Formen, auf einen Einsatz zugeschnittene Merkmale, zusammengeführte Baugruppen und Sonderteile. Erwartet werden außerdem kürzere Entwicklungszyklen und bessere Materialausnutzung, bei erhaltenen WC-typischen Eigenschaften. HP zeigt die Technik auf der Formnext in Frankfurt vom 17. bis 20. November, Halle 12.1, Stand D41, Hyperion-Vertreter sind vor Ort.

Frühere Schritte beim Binder Jetting von Wolfram

2019 begann ExOne die Zusammenarbeit mit Global Tungsten & Powders zum Binder Jetting wolframbasierter Werkstoffe, darunter Hartmetall. 2023 kooperierte HP mit Indo-MIM, das in drei Metal-Jet-S100-Systeme für die Serienfertigung investierte. Die Vereinbarung von HP und Hyperion folgt demselben Muster: Ein Druckerhersteller verbindet sich mit einem Werkstoffspezialisten.

Was das bedeutet

Für Hersteller von Verschleißteilen und Werkzeugen entsteht ein Lieferweg zu gedrucktem Wolframkarbid, ohne selbst Drucker oder Sinterofen zu betreiben. Die Hürde bleibt die Qualifizierung: Die Meldung nennt keine Werkstoffkennwerte, Preise oder Lieferzeiten, der Stückpreis gegenüber gepresstem und geschliffenem WC muss daher im Einzelfall geprüft werden. Sinterschwund und Anwendungstests dürften die realistischen Zeitpläne bestimmen. Firmen in der EU können mit einem Lieferanten in Barcelona beginnen und die Technik auf der Formnext ansehen.

Häufige Fragen

Was ist CarbiForm?

CarbiForm ist eine neue Hyperion-Reihe druckfertiger Wolframkarbid-Pulver für das Binder Jetting. Sie wird zusammen mit Hyperions Sintern auf dem HP-Metal-Jet-Drucker getestet.

Wo werden die Teile gefertigt?

Hyperion hat im Oktober 2026 an seinem Standort Barcelona eine HP Metal Jet S100 installiert und bietet darauf kommerzielle Fertigung an.

Wo lässt sich die Technik ansehen?

HP zeigt sie auf der Formnext in Frankfurt vom 17. bis 20. November, Halle 12.1, Stand D41, Hyperion-Vertreter sind anwesend.

Zu den Originalberichten
  1. 3D Printing Industry, 6. Nov. 2026