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LAIKA druckt für Wildwood über 142.000 Gesichter mit Fraunhofers Cuttlefish-Treiber

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LAIKA druckt für Wildwood über 142.000 Gesichter mit Fraunhofers Cuttlefish-Treiber
Bild: IMDB.com

Das Stop-Motion-Studio LAIKA hat für seinen neuen Film Wildwood mehr als 142.000 Gesichtsausdrücke mit dem Vollfarb-Druckertreiber Cuttlefish des Fraunhofer IGD und Stratasys-PolyJet-Maschinen gefertigt. Die Lizenzpartnerschaft besteht seit 2016 und zeigt ein Forschungswerkzeug in einer anspruchsvollen kreativen Produktion.

Die wichtigsten Fakten
  • Über 142.000 Gesichtsausdrücke für Wildwood gedruckt
  • Gedruckt auf Stratasys PolyJet J750 und J850
  • Cuttlefish seit 2016 vom Fraunhofer IGD lizenziert
  • Bis zu 24 verschiedene gedruckte Gesichter pro Filmsekunde

Kontext PolyJet ist ein Material-Jetting-Verfahren, bei dem Photopolymer-Tröpfchen aufgetragen und mit Licht ausgehärtet werden, was farbige Teile mit feinen Oberflächendetails ermöglicht.

Wie nutzt LAIKA den 3D-Druck im Stop-Motion-Film?

Stop-Motion-Filme entstehen Bild für Bild, wobei die Figuren zwischen den Aufnahmen minimal bewegt werden. LAIKA animiert Gesichtsausdrücke, indem gedruckte Gesichter getauscht werden, bis zu 24 verschiedene pro Filmsekunde. Für Wildwood, das am 23. Oktober in den US-Kinos und am 5. November in Deutschland startete, druckte das Studio über 142.000 individuelle Ausdrücke auf den PolyJet-Systemen J750 und J850 von Stratasys.

Was leistet der Cuttlefish-Treiber?

Cuttlefish ist ein am Fraunhofer IGD entwickelter Vollfarb-Druckertreiber. Er wandelt die digitalen Modelle des Studios in druckbare Daten um und bewahrt dabei Texturen, Farben und feine Geometrien, auch an sehr kleinen Teilen. Genannte Funktionen sind das adaptive Verdicken zu dünner Strukturen, die Verarbeitung dichter Netze mit detaillierten Texturen und ein Oberflächen-Dithering, das Treppenstufen ohne Leistungseinbuße entfernt. Für die Anforderungen von Wildwood ergänzte das Fraunhofer IGD mehrere Erweiterungen.

Wie begann die Zusammenarbeit?

LAIKA stieß 2016 in einer wissenschaftlichen Veröffentlichung auf die Forschung des Instituts. Nach einigen Testdrucken schlossen beide Seiten eine langfristige Lizenzvereinbarung, die bis heute läuft. Cuttlefish kam zuerst bei Missing Link und nun erneut bei Wildwood zum Einsatz. Brian McLean, Director of Rapid Prototype bei LAIKA, sagte, die emotionalen Gesichtsausdrücke des Films mit satten Hauttönen und feinen Details seien nur mit diesem Verfahren möglich gewesen.

Was das bedeutet

Für industrielle Anwender zeigt der Fall, wie ein ausgereifter Vollfarb-Material-Jetting-Workflow im großen Maßstab aussieht: über 142.000 individuelle Kleinteile, bei denen die Softwareschicht zwischen Modell und Drucker Farb- und Detailqualität ebenso mitbestimmt wie die Maschine. Das Lizenzmodell, ein Forschungstreiber im Langzeiteinsatz mit Herstellerhardware, ist auch für KMU interessant, die Farbtreue brauchen, etwa bei medizinischen Modellen oder Produktmustern. Der Film ist kein Business Case für Fabriken, belegt aber Wiederholgenauigkeit bei winzigen Geometrien.

Häufige Fragen

Was ist Cuttlefish?

Cuttlefish ist ein vom Fraunhofer IGD entwickelter Vollfarb-Druckertreiber, der Modelle für den Druck aufbereitet und dabei Farbe, Textur und feine Geometrie erhält.

Welche Drucker nutzte LAIKA für Wildwood?

LAIKA setzte Stratasys-PolyJet-Systeme ein, konkret J750 und J850, um über 142.000 Gesichtsausdrücke zu drucken.

Hat LAIKA Cuttlefish schon früher genutzt?

Ja. Es kam zuerst bei Missing Link zum Einsatz und ist seit Beginn der Partnerschaft 2016 langfristig lizenziert.

Zu den Originalberichten
  1. 3DPrint.com, 8. Nov. 2026