ForschungAdded zeigt JetForge: modulare Depositionsplattform nach dem Blade-Prinzip
Added, früher Added Scientific, bringt auf der Formnext die Plattform JetForge auf den Markt. Das offene, modulare System für Inkjet und verwandte Depositionsverfahren richtet sich an Forschende und Hersteller, die die Anlage um ihr Material herum aufbauen wollen. Es gibt eine Go-Version mit zwei und eine Core-Version mit sechs Blades.
Die wichtigsten Fakten- JetForge feiert später im November auf der Formnext Premiere
- Zwei Varianten: JetForge Go mit zwei Blades, JetForge Core mit sechs
- Die Core-Version verarbeitet bis zu sechs Materialien in einem Bauauftrag
- Core in Halle 12.0, Stand F139; Go am Stand von Ricoh
Kontext Beim Inkjet-Verfahren in der additiven Fertigung werden winzige Tropfen Funktionsmaterial Schicht für Schicht aufgetragen; Planarisierung ebnet jede Schicht, Aushärtung verfestigt sie vor der nächsten.
Was ist ein Blade?
Jedes Blade ist ein in sich geschlossenes Modul mit einer Depositions- oder Hilfseinheit: Inkjet-Druckkopf, Jetting-Ventil, Pastenextruder oder Funktionen wie Aushärten, Sintern, Beschichten oder Tropfenbeobachtung. Ein Inkjet-Blade bringt Elektronik, Fluidführung und Materialzufuhr selbst mit und ist ohne weitere Teile einsatzbereit. Die Blades arbeiten unabhängig über gemeinsame Anschlüsse, sodass verschiedene Druckköpfe und Materialien in einer Maschine nebeneinander laufen.
Varianten Go und Core
JetForge Go hat zwei Blades und zielt auf erste Jetting-Versuche, Formulierungsarbeit und Druckkopftests. JetForge Core hat sechs Blades und verarbeitet bis zu sechs Materialien in einem Bauauftrag oder vier Druckköpfe samt Planarisierungs- und Aushärtemodulen für 3D-Aufbauten. Added nennt Polymere, Verbundwerkstoffe, leitfähige, dielektrische, biologische und magnetische Materialien als kompatibel. Ein Blade-Tausch ändert Material oder Druckkopf ohne Umbau des Systems.
Herkunft und Zugang
Laut Added entstand JetForge aus der Auftragsforschung, in der kein vorhandenes Werkzeug die nötige Flexibilität bot; das Unternehmen nutzt es täglich. Mitgründer Richard Hague erklärt, alle Funktionen seien von Beginn an verfügbar, ohne kostenpflichtige Upgrades, und die meisten Blades passten in beide Modelle und seien einzeln erhältlich.
Was das bedeutet
JetForge zielt auf Materialentwicklung, nicht auf Serienfertigung. Für kleine und mittlere EU-Hersteller liegt der Nutzen daher in der F&E: Neue Tinten oder Formulierungen mit mehreren Druckköpfen auf einer offenen Plattform zu testen, könnte den Einstieg in Funktionsmaterialien verbilligen. Preis, Lieferzeit und Qualifizierungsdaten fehlen, die industrielle Reife ist daher noch nicht beurteilbar. Der Beitrag setzt die frühere AddiWire-Meldung zur JetForge-Präsentation auf der Formnext fort.
Häufige Fragen
Was ist JetForge?
JetForge ist eine offene, modulare Plattform von Added für 2D- und 3D-Inkjet und verwandte Depositionsverfahren, gedacht für Forschende und Hersteller.
Worin unterscheiden sich JetForge Go und Core?
Go hat zwei Blades für erste Jetting- und Druckkopftests. Core hat sechs Blades und verarbeitet bis zu sechs Materialien in einem Bauauftrag.
Wo ist JetForge auf der Formnext zu sehen?
Core steht am Added-Stand in Halle 12.0, Stand F139, Go am Ricoh-Stand in Halle 11.0, Stand E58.