AddiWire

Nachrichten zur additiven Fertigung und europäische Preise, mit unabhängigem Expertenkommentar

Medizin

Koreanisches Team druckt Mikronadeln auf Maulbeerpapier für Schweiß-Sensorpflaster

Veröffentlicht 1 QuelleMit KI zusammengefasstEnglish version
Koreanisches Team druckt Mikronadeln auf Maulbeerpapier für Schweiß-Sensorpflaster
Bild: PR Newswire

Forschende der Jeonbuk National University haben ein atmungsaktives Pflaster auf traditionellem koreanischem Maulbeerpapier entwickelt. Lichtbasierter 3D-Druck formt Mikronadeln direkt auf dem Papier, gedruckte Elektroden messen drahtlos Harnsäure im Schweiß. Medikamentenabgabe und Sensorik wurden getrennt geprüft, die Arbeit ist daher eine Grundlage für spätere integrierte Systeme und kein fertiges Produkt.

Die wichtigsten Fakten
  • Mikronadeln ohne Klebstoff auf Hanji-Papier gedruckt
  • Wirkstoffbeladung 25,36 % gegenüber 12,6 % bei unmodifizierten Nadeln
  • Eindringtiefe von rund 954 Mikrometern in ausgeschnittene Rattenhaut
  • Sensorwerte stimmten mit LC-MS überein, 98,1 bis 101,3 % Wiederfindung

Kontext Hanji ist traditionelles koreanisches Papier aus Maulbeerfasern; seine poröse Struktur lässt Feuchtigkeit durch, was es für hautnahe Anwendungen geeignet macht.

Wie ist das Pflaster aufgebaut?

Das Team unter Professor Sooman Lim formte per lichtbasiertem 3D-Druck Mikronadeln direkt auf Hanji-Papier, ohne Klebstoff. Gedruckte Elektroden auf demselben Träger erfassen Harnsäure im Schweiß, einen Marker für Gicht und Hyperurikämie. Das poröse Papier leitet Feuchtigkeit ab: Der Wasserkontaktwinkel sank binnen sechs Sekunden von 72,19° auf 7,96°.

Was zeigten die Tests?

Optimierte Mikronadeln nahmen 25,36 % Wirkstoff auf, unmodifizierte 12,6 %. Sie gaben 56,41 % eines Modellfarbstoffs über 80 Stunden ab und drangen etwa 954 Mikrometer in ausgeschnittene Rattenhaut ein, ohne sich zu verformen. Der Sensor stimmte mit Labor-LC-MS bei 98,1 bis 101,3 % Wiederfindung überein, trocknete in 13 Sekunden und benötigte drahtlos 15 mW.

Wie geht es weiter?

Beide Funktionen wurden getrennt bewertet. Geplant sind Tests mit klinischen Wirkstoffen, Hautverträglichkeitsstudien und Echtzeit-Versuche am Körper. Die Studie erschien in Chemical Engineering Journal, Band 542.

Was das bedeutet

Dies ist Laborforschung, kein Produkt, und Medikamentenabgabe und Sensorik wurden nie gemeinsam getestet. Für Hersteller ist relevant, dass sich per Photopolymerisation funktionale Strukturen ohne Klebstoff direkt auf poröse Träger bauen lassen, was die Montage vereinfacht. Ein medizinischer Einsatz bräuchte weiterhin Hautverträglichkeitsdaten, klinische Wirkstofftests und Zulassung als Medizinprodukt, realistische Zeiträume liegen bei Jahren. Kleine Unternehmen im Bereich medizinischer Wearables sollten dies als beobachtenswerte Entwicklungsrichtung sehen.

Häufige Fragen

Woraus besteht das Pflaster?

Es basiert auf Hanji, traditionellem koreanischem Maulbeerpapier, mit per lichtbasiertem 3D-Druck gefertigten Mikronadeln und gedruckten Sensorelektroden.

Kann es Wirkstoffe abgeben und gleichzeitig Harnsäure messen?

Noch nicht. Beide Funktionen wurden getrennt bewertet, die Integration ist Ziel künftiger Arbeiten.

Was sind die nächsten Schritte?

Tests mit klinischen Wirkstoffen, Hautverträglichkeitsstudien und Echtzeit-Versuche am Körper.

Zu den Originalberichten
  1. PR Newswire manufacturing, 4. Nov. 2026