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Luftfahrt und Verteidigung

Aurora Labs sammelt 6 Mio. A$ für die Serienfertigung gedruckter Turbojets ein

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Aurora Labs sammelt 6 Mio. A$ für die Serienfertigung gedruckter Turbojets ein
Bild: Aurora Labs

Aurora Labs, ein australisches Unternehmen für die additive Fertigung von Metall, nimmt über eine Aktienplatzierung 6 Mio. A$ auf, um die Produktion seiner AU4-Turbojets für Verteidigung und Luftfahrt auszubauen. Das Geld fließt in Produktionslinien, handelsübliche Metalldrucker und Personal. Die Finanzierung zeigt den Wechsel vom Verkauf von Drucktechnik zur Herstellung von Triebwerken, bei weiterhin geringem Jahresumsatz.

Die wichtigsten Fakten
  • 6 Mio. A$ über rund 109,1 Mio. Aktien zu 0,055 A$
  • Tranche 2 über 1,435 Mio. A$ braucht Zustimmung im Januar 2027
  • AU4-Turbojet: bis 400 N Schub, rund 3,9 kg
  • Umsatz GJ 2026: 564.218 A$, Nettoverlust 5,1 Mio. A$

Kontext Ein Turbojet ist ein Strahltriebwerk, das angesaugte Luft verdichtet, mit Kraftstoff verbrennt und Schub aus dem Abgasstrahl erzeugt; Auroras AU4 ist eine kleine Variante für unbemannte Fluggeräte.

Wie ist die Platzierung über 6 Mio. A$ aufgebaut?

Aurora Labs (ASX: A3D) gibt rund 109,1 Mio. neue Aktien zu je 0,055 A$ aus, ein Abschlag von 6,77 % auf den letzten Kurs von 0,059 A$ am 23. Oktober 2026. Die erste Tranche über 4,565 Mio. A$ (83 Mio. Aktien) soll am 2. November abgewickelt und am 4. November zugeteilt werden. Die zweite Tranche über 1,435 Mio. A$ (rund 26,1 Mio. Aktien) braucht die Zustimmung der Aktionäre auf einer Hauptversammlung Mitte Januar 2027.

Aufsichtsratsvorsitzender David Trimboli steuert 550.000 A$ bei. Walkinshaw Group Holdings, Teil einer australischen Engineering-Gruppe mit Erfahrung in Fahrzeugentwicklung und -produktion, investierte strategisch. Ein Lead Manager wurde nicht bestellt; beteiligte Broker erhalten 7,5 Mio. Optionen und Barprovisionen von etwa 213.000 A$.

Wofür soll das Geld verwendet werden?

Aurora will seine Turbojet-Produktionslinien ausbauen, handelsübliche Metalldrucker kaufen, Produktionsdatenpakete fertigstellen und Personal für die Serienfertigung einstellen. Weitere Mittel gehen in Vertrieb, Schutz geistigen Eigentums, den Erhalt der AS9100D-Luftfahrtzertifizierung, Datenräume und Betriebskapital.

Mit Walkinshaw sollen Gespräche über künftige Produktionsunterstützung und additive Metallfertigung folgen. Laut 3DPrint.com könnte Aurora auch Metall-AM-Dienstleistungen für Walkinshaw erbringen.

Warum kauft Aurora Maschinen, statt eigene zu bauen?

Aurora hat eine eigene Laser-Pulverbett-Technik entwickelt. Laut 3DPrint.com kündigte das Unternehmen im Juni 2026 an, eigene Drucker für Forschung und Entwicklung zu nutzen und für die Serienfertigung Industriedrucker anderer Hersteller einzusetzen. Mit einer gleich hohen Eigenleistung, einschließlich 1 Mio. A$ Förderung, von insgesamt 2 Mio. A$ sollte ein großformatiger Industrie-Metalldrucker für den Standort Canning Vale in Westaustralien angeschafft werden.

Der AU4 leistet bis zu 400 Newton Schub und wiegt mit Kraftstoffpumpe rund 3,9 kg. Im März 2025 meldete Aurora durch Neukonstruktion 40 eingesparte Teile, 23 im Gehäuse und 17 in der Brennkammer, sowie 6 % weniger Kraftstoffverbrauch. Zerspanung und zugekaufte Komponenten bleiben Teil der Fertigung.

Wie ist die geschäftliche Lage?

Am 22. Oktober meldete Aurora den ersten US-Verkauf: drei AU4-Triebwerke samt Integrationsleistungen für 42.000 US$, für ein experimentelles Flugprogramm. Hinzu kommen ein Auftrag über 20 AU4-Systeme von Sovereign Propulsion Systems im Wert von 250.000 A$, eine Teaming-Vereinbarung mit MBDA und die AS9100D-Zertifizierung vom August 2026.

Für das Jahr bis 30. Juni 2026 wies Aurora 564.218 A$ Umsatz und 5,1 Mio. A$ Nettoverlust aus, bei rund 2 Mio. A$ Barmitteln. Die Finanzierung dient daher sowohl dem Ausbau als auch dem laufenden Betrieb.

Was das bedeutet

Der Kauf handelsüblicher Metalldrucker statt eigener Anlagen senkt das technische Risiko und lässt einem kleinen Unternehmen Raum für Triebwerksdesign, Datenpakete und Qualitätssysteme. Für kleinere Fertiger zeigt das: Qualifizierung, etwa nach AS9100D, und Dokumentation wiegen ebenso schwer wie der Drucker. Ein Umsatz von 564.218 A$ bei 5,1 Mio. A$ Verlust macht deutlich, wie lang der Weg vom Prototyp zur wirtschaftlichen Serie sein kann. Abnehmer kleiner Triebwerke sollten mit frühen Stückzahlen rechnen, nicht mit ausgereifter Lieferkette.

Häufige Fragen

Wie viel sammelt Aurora Labs ein und von wem?

Das Unternehmen nimmt 6 Mio. A$ über rund 109,1 Mio. Aktien zu 0,055 A$ auf. Beteiligt sind unter anderem Chairman David Trimboli mit 550.000 A$ und Walkinshaw Group Holdings als strategischer Investor.

Was ist der AU4?

Der AU4 ist Auroras kompakter Turbojet für unbemannte Fluggeräte und Verteidigungsanwendungen mit bis zu 400 Newton Schub und rund 3,9 kg Gewicht samt Kraftstoffpumpe. Teile sind additiv gefertigt, andere zerspant oder zugekauft.

Nutzt Aurora weiterhin eigene Metalldrucker?

Laut 3DPrint.com setzt Aurora die eigenen Drucker für Forschung und Entwicklung ein und verlässt sich für die Serienfertigung auf Industriedrucker anderer Hersteller.

Zu den Originalberichten
  1. TCT Magazine, 30. Okt. 2026
  2. 3DPrint.com, 30. Okt. 2026

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus den verlinkten Berichten erstellt, unter der redaktionellen Verantwortung von Svetozar Kolesar.