Wie fielen die Zahlen für das dritte Quartal aus?
3D Systems meldete einen bereinigten Verlust von rund 6 Cent je Aktie, schlechter als im Vorquartal, aber besser als die 8 Cent im dritten Quartal 2025. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um etwa 9 Prozent, von 91 Millionen auf knapp 100 Millionen US-Dollar. Ohne den Effekt der verkauften Softwaresparten betrug das Wachstum 11 Prozent.
Woher kommt das Wachstum?
In Luft- und Raumfahrt und Verteidigung wuchs der Umsatz ohne das Entwicklungsprogramm der Air Force um mehr als 50 Prozent, getragen von Druckerverkäufen für Trägerraketen und andere Verteidigungsanwendungen. Das Management warnt, dass die Abhängigkeit von Programmterminen einzelne Quartale schwanken lassen kann, erwartet über zwölf Monate aber einen klaren Aufwärtstrend. Raketenantriebe gelten als die aussichtsreichste kurzfristige Chance.
Auch im Bereich Rechenzentren, Halbleiter und Hochleistungsrechnen stieg der Umsatz deutlich. Metalldruck liefert bereits Bauteile für Chipfertigungsanlagen, und einige Kunden erweiterten im Quartal ihre Druckerkapazität.
Welche Investitionen und Plattformen sind geplant?
Das Unternehmen eröffnete in Littleton, Colorado, weitere 50.000 Quadratfuß für Metalldrucker und Nachbearbeitung für industrielle Märkte. So soll Kapazität für medizinische Implantate frei werden, bei denen die Nachfrage ebenfalls steigt. Graves sagte, weitere Druckerplattformen seien weit über das Konzeptstadium hinaus, mit Größen je nach Zielbauteil, etwa Raketenteile mit über einem Meter Durchmesser. Gespräche mit Kunden laufen, und das Unternehmen will eine solide Bilanz, weil dafür Investitionen nötig sind.
Die Suche nach einem CEO-Nachfolger läuft weiter, nachdem Graves im August seinen Ruhestand angekündigt hatte.