Bei einem Workshop der EmpowerAX-Community am 29. Oktober 2026 vertrat Qualified AM die Position, dass sich faserverstärkte additive Fertigung nur skalieren lässt, wenn die Qualifizierung von Beginn an mitgedacht wird. Die Diskussion verband Anwendungswahl, Bauteilauslegung, Prozessreife, digitale Steuerung und Nachweisführung zu einer Kette.
Die wichtigsten Fakten
Workshop am 29. Oktober 2026 in der EmpowerAX-Community
Qualified AM brachte die Qualifizierungssicht ein
Ziel: Qualifizierung, die industrielle Skalierung ermöglicht
Kontext Faserverstärkte additive Fertigung bettet Fasern in gedruckte Polymerbauteile ein, um Steifigkeit und Festigkeit zu erhöhen.
Welchen Weg zur Skalierung skizzierte der Workshop?
Die Teilnehmenden beschrieben eine Abfolge: eine tragfähige Anwendung, ein prozessgerecht ausgelegtes Bauteil, ein ausgereifter Fertigungsprozess, digitale Überwachung und Steuerung, dann Verifizierung und Qualifizierung und schließlich die Skalierung. Technologiefortschritt allein genüge nicht.
Wo steht die Qualifizierung?
Sie soll nicht am Ende stehen, sondern die Entwicklung begleiten. Prozessüberwachung und Fertigungsdaten können als Nachweis dienen und einen kontrollierten, qualifizierten Prozessraum für wiederholbare Ergebnisse stützen.
Was das bedeutet
Für kleinere europäische Hersteller ist die Botschaft praktisch: Nachweise und Überwachung sollten schon während der Prozessentwicklung geplant werden, nicht erst nach dem ersten Kundenaudit. Das kann Nacharbeit vermeiden und den Weg zu Serienteilen verkürzen. Der Workshop lieferte einen Rahmen, keine Daten, daher bleiben Zeitpläne fallabhängig. Er passt zur jüngsten Meldung über die Tongtai-Zertifizierung bei Qualified AM.