Das Projekt KERAM-WERT am Europäischen Zentrum für Dispersionstechnologien in Selb untersucht, ob sich Keramikabfälle zu Material für die additive Fertigung aufbereiten lassen. Es läuft vom 1. Juli 2026 bis 28. Februar 2027 und wird mit knapp 75.000 Euro vom Freistaat Bayern gefördert. Eine regionale Erhebung zählt im Fichtelgebirge über 1.000 Tonnen Keramikabfall pro Jahr.
Die wichtigsten Fakten
Laufzeit 1. Juli 2026 bis 28. Februar 2027 am EZD in Selb
Förderung: knapp 75.000 Euro vom bayerischen Wirtschaftsministerium
Erhebung: über 1.000 Tonnen Keramikabfall pro Jahr im Fichtelgebirge
Erste Abfallströme identifiziert, erste Materialproben liegen vor
Kontext Sekundärrohstoffe sind Ausgangsmaterialien, die aus zurückgewonnenen Abfällen statt aus neu erzeugten Pulvern oder Schlickern stammen.
Was untersucht das Projekt?
Das EZD will Produktionsausschuss und Altprodukte aus technischer Keramik und Porzellan erfassen und ihre Materialeigenschaften bewerten. Ziel ist, sie als Sekundärrohstoffe nutzbar zu machen, vor allem für die additive Fertigung. Angestrebt wird ein regionaler Recyclingansatz für das Fichtelgebirge.
Warum ist das regional relevant?
Die in der Mitteilung zitierten Politiker verbinden die Arbeit mit Kreislaufwirtschaft und geringerer Abhängigkeit der lokalen Keramik- und Porzellanindustrie von globalen Lieferketten.
Was das bedeutet
Es handelt sich um kurze Forschung im Frühstadium, nicht um ein bestellbares Material. Für kleine Anwender keramischer AM in der EU könnten recycelte Rohstoffe langfristig Material kosten senken und die Versorgung erleichtern, sofern die Qualität konstant ist. Die Qualifizierung solcher Rohstoffe wird im Bericht nicht behandelt, ein realistischer Serieneinsatz liegt daher deutlich nach Projektende im Februar 2027.
Häufige Fragen
Wie lange läuft KERAM-WERT und wer fördert es?
Das Projekt läuft vom 1. Juli 2026 bis 28. Februar 2027. Das bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie stellt knapp 75.000 Euro bereit.
Um wie viel Keramikabfall geht es?
Eine Erhebung im Projekt ergibt über 1.000 Tonnen Keramikabfall pro Jahr im Fichtelgebirge.