Wie haben sich Servicebüros über die Zeit verändert?
In den Anfangsjahren des 3D-Drucks gaben Servicebüros Kunden Zugang zu Hardware, Materialien und Know-how, ohne dass diese selbst investieren mussten. So konnten Branchen wie Konsumgüter, Automobil und Medizin die Technologie früh nutzen, und das Vertrauen wuchs in einer Zeit, in der mangelnde Bekanntheit ein Haupthindernis war. Seither hat sich die Arbeit vom Prototyping auf Funktionsteile, Werkzeuge, Einzelstücke und die volle Serienfertigung ausgeweitet.
Welche Rolle spielen sie gegenüber Technologieanbietern?
Servicebüros und Lohnfertiger arbeiten auch eng mit Hardware-, Material- und Softwareanbietern zusammen. Sie melden Engpässe zurück, beteiligen sich an der Materialqualifizierung und helfen bei der Anwendungsentwicklung. Teils haben sie gemeinsam mit Materialfirmen neue Werkstoffe qualifiziert.
Welche Arten von Dienstleistern gibt es?
Nach dem VoxelMatters Directory gliedert sich der Markt in vier Gruppen. Globale Servicenetzwerke verbinden Aufträge über Onlineplattformen mit qualifizierten lokalen Fertigern. Anwendungsunabhängige Anbieter bedienen viele Branchen mit breiter Auswahl an Verfahren und Materialien. Anwendungsspezifische Anbieter konzentrieren sich auf ein Feld wie die Luftfahrt und beraten teils zusätzlich. AM-Fabriken betreiben große, stark automatisierte Flotten industrieller Drucker und können individualisierte Teile in Stückzahlen fertigen.
Was ist auf der Formnext 2026 geplant?
Die Formnext findet vom 17. bis 20. November 2026 auf dem Messegelände Frankfurt statt, veranstaltet von der Mesago Messe Frankfurt GmbH. Die angemeldeten Dienstleister decken Design und Engineering, Prototyping, Vorrichtungsbau, Teilefertigung und Beratung ab. Formnext-Vizepräsident Christoph Stüker sagt, Dienstleister helfen Unternehmen, Anwendungen zu bewerten, Designs zu optimieren und die Produktion zu skalieren.