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IOT formt Gleitsichtgläser in Sekunden mit einem einzigen Lichtimpuls

Veröffentlicht 1 QuelleMit KI zusammengefasstEnglish version

Das spanische Optikunternehmen IOT gibt an, als erstes personalisierte Gleitsichtgläser zu drucken. Das Verfahren Light-Form härtet ein ganzes Glas in wenigen Sekunden aus. Laut IOT sind solche Gläser bereits für Verbraucher erhältlich. Das Unternehmen nennt geringeren Wasser-, Energie- und Abfallverbrauch als bei herkömmlichem Schleifen, bezogen nur auf die Fertigungsstufe.

Die wichtigsten Fakten
  • IOT Light-Form formt ein komplettes Glas in wenigen Sekunden
  • Angegeben: kein Wasser, 90 % weniger Energie, 76 % weniger Abfall in der Fertigung
  • Personalisierte Gleitsichtgläser sind bereits für Verbraucher erhältlich
  • Wellenleiter für Datenbrillen sind ein Entwicklungsziel

Kontext Gleitsichtgläser sind Mehrstärkengläser mit fließendem Übergang von Fern- zu Nahbereich, die normalerweise durch Schleifen und Polieren eines Rohlings entstehen.

Wie fertigt Light-Form ein Brillenglas?

Light-Form beruht auf stabilisierter frontaler Photopolymerisation: Eine einzige Belichtung härtet das gesamte Glasvolumen aus, statt es schichtweise aufzubauen oder aus einem Rohling zu schneiden. Der Formgebungsschritt dauert Sekunden, und laut IOT entfallen das Generieren und Polieren der klassischen Flächenfertigung. Danach folgt noch die Endbearbeitung: Restharz wird zurückgewonnen, die Oberfläche erhält eine Härtungsbehandlung und das optische Ergebnis wird vermessen.

Welche Ressourceneinsparungen nennt IOT?

Gegenüber der herkömmlichen Glasfertigung gibt IOT an, kein Wasser zu verbrauchen, 90 % weniger Energie zu benötigen und 76 % weniger Abfall zu erzeugen. Das Unternehmen betont, dass diese Werte nur die Fertigung betreffen, nicht den gesamten Lebenszyklus.

Wohin könnte das führen?

IOT beschreibt eine veränderte Organisation der Glasproduktion. Größere Anlagen könnten mehrere Druckköpfe auf wenig Fläche vereinen, und kompakte Maschinen könnten künftig individuelle Gläser direkt im Optikgeschäft fertigen und so Lagerbestände senken. Zudem entwickelt das Unternehmen den Druck von Korrekturoptik auf Wellenleiter und flache Substrate für Datenbrillen und AR-Headsets. Frühere Ansätze sind Luxexcel, das Material Jetting für Brillengläser nutzte und später von Meta übernommen wurde, sowie ein System der University of Waterloo, das Kontaktlinsen in rund 20 Minuten druckt.

Was das bedeutet

Für europäische Hersteller außerhalb der Optik zeigt der Fall vor allem, dass photopolymerbasiertes Formen per Einzelbelichtung bei regulierten Verbraucherprodukten ankommt. Die Angaben zu Energie, Wasser und Abfall sind Herstellerwerte für die Fertigungsstufe und nicht unabhängig geprüft. Kosten pro Glas, Ausbeute und optische Toleranzen fehlen, ein Business Case lässt sich daher noch nicht rechnen. Kleine Labore sollten beobachten, ob Fertigung im Geschäft neue Anforderungen an Qualifizierung und Qualitätskontrolle bringt.

Häufige Fragen

Ist Light-Form ein schichtweises Verfahren?

Nein. Laut IOT härtet eine einzige Belichtung das gesamte Glasvolumen in Sekunden aus, ohne schichtweisen Aufbau.

Sind die Gläser schon im Handel?

IOT gibt an, dass seine mit Light-Form gefertigten personalisierten Gleitsichtgläser bereits für Verbraucher erhältlich sind.

Gelten die Einsparungen für den gesamten Lebenszyklus?

Nein. IOT betont, dass die Angaben von 90 % weniger Energie und 76 % weniger Abfall nur die Fertigungsstufe betreffen.

Zu den Originalberichten
  1. 3D Printing Industry, 3. Nov. 2026