Was ist PPS CF10?
PPS CF10 basiert auf Polyphenylensulfid, einem Kunststoff für hohe Temperaturen, und enthält 10 % Carbonfaser für Steifigkeit und Maßhaltigkeit. Die Zahl im Namen steht für den Faseranteil. CR-3D nennt einen Zugmodul von 8.000 MPa und eine Zugfestigkeit von 100 MPa. Der Werkstoff gehört zur Linie FlameX (flammgeschützt) und zur Linie CarbX (carbonfaserverstärkt) und vervollständigt die FlameX-Reihe mit vier Materialien.
Wie schneidet er im Sortiment ab?
Mit 250 °C nach ISO 75 hat PPS CF10 die höchste Wärmeformbeständigkeit unter den Werkstoffen von CR-3D. Im Vergleich stehen PET CF15 und PA12 CF15 mit 150 °C und PC-ABS mit 122 °C, allerdings als Einsatztemperaturen und nicht als ISO-75-Werte. PET CF15 ist mit 9.100 MPa steifer, PPS CF10 bietet dafür Flammschutz und höhere Festigkeit, verlangt aber eine heißere Düse. Zur Chemikalienbeständigkeit nennt CR-3D einen Richtwert für die PPS-Gruppe: gute Beständigkeit gegen Wasser, Salzlösung, milde Säuren, Frostschutzmittel, Alkohole und Aceton. Bei Dauerkontakt rät das Unternehmen zum Test am Bauteil.
Wie wird er verarbeitet?
Nötig sind eine gehärtete Düse mit mindestens 0,6 mm bei 300 °C, die heißeste der FlameX-Linie, sowie ein Druckbett mit 100 °C und Platten aus Powder PEI oder FR4. Der Bauraum muss geschlossen sein. Die Spule wird 12 Stunden bei 90 °C getrocknet und trocken gelagert. Der Bauteillüfter bleibt bei höchstens 30 %, die ersten drei Schichten laufen ohne Lüfter. Lieferbar ist der Werkstoff in Schwarz auf Spulen mit 1 kg und 2 kg. Vorgesehen sind Gehäuse für Sensoren und Aktoren, Pumpen- und Ventilbauteile, Halter in der Klimatechnik, Vorrichtungen nahe heißer Teile und Werkzeugbau.
