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CR-3D bringt PPS CF10: flammgeschütztes Carbon-Filament bis 250 °C

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CR-3D bringt PPS CF10: flammgeschütztes Carbon-Filament bis 250 °C
Bild: CR-3D

CR-3D stellt PPS CF10 vor, ein Polyphenylensulfid-Filament mit 10 % Carbonfaser. Es ist nach ISO 75 bis 250 °C formbeständig, erfüllt UL 94 V-0 und widersteht vielen Chemikalien. Der Werkstoff ist der vierte und letzte der FlameX-Reihe und gehört zugleich zur Linie CarbX.

Die wichtigsten Fakten
  • Formbeständig bis 250 °C nach ISO 75, höchster Wert im Sortiment
  • UL 94 V-0 bei 10 % Carbonfaser
  • Zugmodul 8.000 MPa, Zugfestigkeit 100 MPa
  • Düse 300 °C, gehärtet ab 0,6 mm, geschlossener Bauraum

Kontext UL 94 V-0 ist die höchste Klasse der vertikalen Brandprüfung für Kunststoffe, und ISO 75 misst die Temperatur, bei der sich eine belastete Kunststoffprobe unter definierter Biegelast verformt.

Was ist PPS CF10?

PPS CF10 basiert auf Polyphenylensulfid, einem Kunststoff für hohe Temperaturen, und enthält 10 % Carbonfaser für Steifigkeit und Maßhaltigkeit. Die Zahl im Namen steht für den Faseranteil. CR-3D nennt einen Zugmodul von 8.000 MPa und eine Zugfestigkeit von 100 MPa. Der Werkstoff gehört zur Linie FlameX (flammgeschützt) und zur Linie CarbX (carbonfaserverstärkt) und vervollständigt die FlameX-Reihe mit vier Materialien.

Wie schneidet er im Sortiment ab?

Mit 250 °C nach ISO 75 hat PPS CF10 die höchste Wärmeformbeständigkeit unter den Werkstoffen von CR-3D. Im Vergleich stehen PET CF15 und PA12 CF15 mit 150 °C und PC-ABS mit 122 °C, allerdings als Einsatztemperaturen und nicht als ISO-75-Werte. PET CF15 ist mit 9.100 MPa steifer, PPS CF10 bietet dafür Flammschutz und höhere Festigkeit, verlangt aber eine heißere Düse. Zur Chemikalienbeständigkeit nennt CR-3D einen Richtwert für die PPS-Gruppe: gute Beständigkeit gegen Wasser, Salzlösung, milde Säuren, Frostschutzmittel, Alkohole und Aceton. Bei Dauerkontakt rät das Unternehmen zum Test am Bauteil.

Wie wird er verarbeitet?

Nötig sind eine gehärtete Düse mit mindestens 0,6 mm bei 300 °C, die heißeste der FlameX-Linie, sowie ein Druckbett mit 100 °C und Platten aus Powder PEI oder FR4. Der Bauraum muss geschlossen sein. Die Spule wird 12 Stunden bei 90 °C getrocknet und trocken gelagert. Der Bauteillüfter bleibt bei höchstens 30 %, die ersten drei Schichten laufen ohne Lüfter. Lieferbar ist der Werkstoff in Schwarz auf Spulen mit 1 kg und 2 kg. Vorgesehen sind Gehäuse für Sensoren und Aktoren, Pumpen- und Ventilbauteile, Halter in der Klimatechnik, Vorrichtungen nahe heißer Teile und Werkzeugbau.

Was das bedeutet

Für Anwender von FDM erweitert ein flammgeschütztes PPS-Filament den Druck auf Teile im Motorraum und nahe heißer Prozesse, die sonst meist aus gefrästem oder gespritztem Kunststoff entstehen. Der praktische Preis ist der Prozess: geschlossener, heißer Bauraum, 300-°C-Düse, gehärtete Düse und 12 Stunden Trocknung. Die Werte stammen vom Hersteller und gelten als Richtwert der Werkstoffgruppe, daher brauchen Teile mit langem Chemikalienkontakt oder Sicherheitsbezug eigene Prüfung und Qualifizierung. Der Beitrag schließt an den früheren Überblick über die vier UL-94-V-0-Filamente der FlameX-Linie von CR-3D an.

Häufige Fragen

Was ist PPS CF10?

Ein Polyphenylensulfid-Filament von CR-3D mit 10 % Carbonfaser. Es erfüllt UL 94 V-0 und ist nach ISO 75 bis 250 °C formbeständig.

Welche Druckerausstattung braucht PPS CF10?

Eine gehärtete Düse ab 0,6 mm bei 300 °C, ein 100 °C heißes Druckbett mit Powder PEI oder FR4 und einen geschlossenen Bauraum. Die Spule wird vorher 12 Stunden bei 90 °C getrocknet.

Wie unterscheidet es sich von PET CF15?

PET CF15 ist mit 9.100 MPa steifer, aber nur bis 150 °C einsetzbar. PPS CF10 hält bis 250 °C, ist fester und flammgeschützt, braucht aber eine heißere Düse.

Zu den Originalberichten
  1. CR-3D, 6. Nov. 2026