VeranstaltungenAMCRC-Forum in Adelaide: Australien muss AM-Forschung in Lieferketten überführen
Das Additive Manufacturing CRC (AMCRC) hat in Adelaide sein Additive Manufacturing Forum 2026 mit rund 200 Teilnehmern veranstaltet. Die Diskussionen kamen zum Schluss, dass Australien gut forscht, aber mehr kommerzialisieren muss. Dafür braucht es klarere Nachfragesignale der Regierung und mehr lokale Industriekapazität, etwa bei Pulver. Hintergrund sind die U-Boot-Pläne und eine schwächelnde Industriebasis.
Die wichtigsten Fakten- Rund 200 Personen besuchten das Forum im National Wine Centre in Adelaide
- Das AMCRC verfügt über 57 Millionen Dollar staatliche Förderung
- Im ersten Jahr gewann es 70 Industriepartner und 12 Universitäten
- Erste Projekte betreffen verschleißfeste Beschichtungen, Zahnmodelle und lokales Titanpulver
Kontext Qualifizierung zeigt, dass Prozess und Bauteil in einem bestimmten Umfeld die Anforderungen erfüllen, Zertifizierung ist die formale Freigabe durch eine Stelle; beides wird oft verwechselt.
Was meldete das AMCRC nach dem ersten Jahr?
Das AMCRC unter Simon Marriott hat 70 Industriepartner und 12 Universitäten gewonnen und erste Projekte gefördert, darunter verschleißfeste Beschichtungen, anatomische Zahnmodelle und lokale Titanpulverproduktion. Im Dentalprojekt wandeln Fusetec 3D und die Adelaide University CT-Scans in realistische gedruckte Modelle um, an denen Zahnärzte die Molarenentfernung üben. Fusetec nutzt bereits Stratasys J750 für chirurgische Trainingsmodelle.
Was sagten die Panels zur Kapazität?
Ein Panel mit Vertretern des U-Boot-Bauers ASC, der Adelaide University, von ARM Hub und UTS sowie Defence SA war sich einig: Australien forscht stark, kommerzialisiert aber zu wenig. Gefordert wurden klarere Nachfragesignale der Regierung, besonders für kleinere Firmen, sowie mehr Industriekapazität, etwa bei der Pulverherstellung.
Welche Warnungen gab die Fähigkeiten-Session?
In der Session von Australia Makes forderte Professorin Shruti Sardeshmukh, pauschale Aussagen wie geringeren Materialeinsatz durch Lebenszyklusbelege zu ersetzen. Professor Milan Brandt sagte, der Weg zähle mehr als der Drucker: ob ein Teil prüfbar, reinigbar, qualifizierbar und wiederholbar ist und ob es einen Abnehmer gibt. Dr. Daniel East trennte Qualifizierung von Zertifizierung, Professor Andrew Ang nannte Prüfung, Qualifizierung und Lieferkette das Tal des Todes australischer AM-Projekte. Vor dem Forum boten Materialise und Fraunhofer IAPT ein DfAM-Training an.
Was das bedeutet
Die Themen kennen auch europäische Hersteller: Schwierig ist nicht der Drucker, sondern der Weg über Prüfung, Qualifizierung und Lieferkette, und kleine Firmen brauchen sichtbare Nachfrage, bevor sie investieren. Lebenszyklusbelege statt pauschaler Nachhaltigkeitsaussagen sind zudem ein brauchbarer Maßstab für jeden Business Case. Der Bericht knüpft an die frühere AddiWire-Meldung zum AMCRC-Forschungshub in Südaustralien an und zeigt, wie die Förderung auf kommerzielle Kapazität ausgerichtet wird.
Häufige Fragen
Was ist das AMCRC?
Das Additive Manufacturing Cooperative Research Centre ist eine Forschungs- und Umsetzungsorganisation unter Simon Marriott. Es verteilt 57 Millionen Dollar staatliche Förderung an Forschung und Unternehmen in Australien.
Was ist das größte Hindernis für australische AM-Projekte?
Professor Andrew Ang nannte Prüfung, Qualifizierung und Lieferkette als Tal des Todes, in dem Projekte scheitern. Panelisten verwiesen zudem auf schwache Kommerzialisierung und unklare Nachfragesignale der Regierung.
Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus den verlinkten Berichten erstellt, unter der redaktionellen Verantwortung von Svetozar Kolesar.