Stratasys hat im Rahmen der Modernization Challenge 2026 von America Makes und dem US-Verteidigungsministerium (Department of War) 7,8 Millionen Dollar Förderung erhalten. Das auf 24 Monate angelegte Projekt entwickelt eine Qualitätssicherung direkt im Prozess für die industriellen FDM-Plattformen F3300 und F900. Prozessdaten aus dem Bauprozess sollen die nachgelagerte Prüfung und Qualifizierung verringern.
Die wichtigsten Fakten
Fördersumme: 7,8 Millionen Dollar über 24 Monate
Finanziert über die OIB Modernization Challenge 2026 von America Makes und Department of War
Zielplattformen: die industriellen FDM-Systeme F3300 und F900 von Stratasys
Ziel: Echtzeit-Prozessdaten, die Prüf- und Qualifizierungsaufwand nach dem Bau senken
Kontext In-situ-Qualitätssicherung bedeutet, Prozessdaten schon während des Bauens zu erfassen, sodass Auffälligkeiten während der Fertigung erkannt und dokumentiert werden und nicht erst bei der Prüfung danach.
Was umfasst das geförderte Projekt?
Die Förderung stammt aus der OIB Modernization Challenge 2026 (Organic Industrial Base) von America Makes und dem Department of War, die Projekte zur Modernisierung der Verteidigungsfertigung mit additiver Fertigung unterstützt. Stratasys nutzt die auf 24 Monate angelegte Förderung, um Überwachungsfunktionen für die industriellen FDM-Plattformen F3300 und F900 zu entwickeln.
Die Überwachung soll mehr Einblick in den Prozess geben, mögliche Auffälligkeiten während der Produktion erkennen und die Dokumentation liefern, die für Qualitätsentscheidungen nötig ist.
Warum Prozessdaten für die Qualifizierung wichtig sind
Stratasys nennt die Bauteilverifikation als zentrale Hürde für den breiteren Serieneinsatz: Hersteller in stark regulierten Branchen verlassen sich vor dem Einsatz oft auf umfangreiche Prüfung und Qualifizierung nach dem Druck. Werden Qualitätsdaten schon während des Baus erfasst, soll das den Prüfaufwand senken, Qualifizierungszyklen verkürzen und den Kapazitätsausbau erleichtern.
John Wilczynski, Executive Director von America Makes, beschrieb die Arbeit als Aufbau von Vertrauen in den Prozess und von Daten für die Qualifizierung auf etablierten Polymer-Produktionsplattformen. Laut Stratasys soll das Ergebnis Verteidigung, Luft- und Raumfahrt, kommerzielle Luftfahrt und andere Märkte mit Anforderungen an Rückverfolgbarkeit und Prozesskontrolle bedienen.
Was das bedeutet
Für Unternehmen, die additive Fertigung einführen, ist der Qualifizierungsaufwand oft größer als der Druck selbst und fällt meist je Anwendung neu an. Prozessdaten auf einer etablierten FDM-Plattform könnten die Prüfkosten je Bauteil senken, sofern Kunden und Auditoren sie akzeptieren. Das Projekt ist auf 24 Monate angelegt, ein Marktstart wird nicht genannt; eine kurzfristige Verfügbarkeit sollte daher nicht eingeplant werden. Kleinere europäische Zulieferer der Luftfahrt sollten beobachten, ob die entstehende Dokumentation auch außerhalb des US-Verteidigungsumfelds anerkannt wird.
Häufige Fragen
Wie viel Förderung erhält Stratasys und wofür?
Stratasys erhält 7,8 Millionen Dollar über 24 Monate, um eine Qualitätssicherung vor Ort für die industriellen FDM-Plattformen F3300 und F900 zu entwickeln.
Wer stellt die Förderung bereit?
Die Förderung kommt über die Organic Industrial Base Modernization Challenge 2026 von America Makes und dem Department of War.
Welches Problem soll das Projekt lösen?
Es zielt auf den Aufwand der Qualitätsverifikation: Daten aus dem Bauprozess sollen die Prüfung nach dem Druck verringern und Qualifizierungszyklen verkürzen.