Was der K3 bietet
Der K3 hat vier Werkzeuge, jedes mit eigenem Keramikheizer, einer Düse mit gehärtetem Stahleinsatz und separatem Filamentweg. Das KliTek-System erlaubt unterschiedliche Düsengrößen und Materialien in einem Druck, was der Tester jedoch weniger praxistauglich fand, als es klingt. Für mehrfarbige Drucke nutzt der Drucker weiterhin einen Reinigungsturm, verschwendet laut Tester aber deutlich weniger Filament als AMS-artige Farbsysteme. Die Farbmischung in Creality Print, die dünne Schichten stapelt und so den optischen Eindruck neuer Farben erzeugt, folgt dem Ansatz von Snapmakers quelloffenem Full Spectrum.
Der Rest der Maschine entspricht dem K2: Metallrahmen mit weißer Kunststoffverkleidung, Glastür, Core-XY-Kinematik und 4-Zoll-Touchscreen. Der Bauraum beträgt 260 x 260 x 260 mm, gefüllte Filamente werden bis 300 °C unterstützt.
Testergebnisse und Kritik
Laut Tester hat der Werkzeugwechsler nie ein Werkzeug fallen lassen oder verlegt, und es gab keinen einzigen Fehldruck, auch bei höheren Geschwindigkeiten. Creality hat 37 Sensoren verbaut, 12 davon für den Werkzeugwechsel. Eine KI-Kamera prüft Druckplatte, Fremdkörper und Spaghetti-Fehler und lieferte keine Fehlalarme. Die Bettnivellierung läuft automatisch und lässt sich vor jedem Druck wiederholen.
Kritik gilt den seitlichen Spulenhaltern, die für viele Pappspulen etwa von Prusa zu groß sind. Spulen von Polymaker und Bambu passen. Das offene Gehäuse macht den Drucker laut, und der für Hochtemperaturfilamente nötige Deckel war nicht verfügbar. Creality will ihn mit einem TPU-Kit liefern, das das CFS Nano durch ein CFS Flex ersetzt und Trockenboxen sowie eine Hochfluss-Düse ergänzt. Dem Slicer Creality Print 7.3 fehlte beim Test eine Schaltfläche zur Filamentzuordnung für den K3. Der Preis liegt in der Vorbestellung bei 849 US-Dollar, und der Tester sieht im dichten Feld der Werkzeugwechsler nichts Neues.
