Ein Test von Tom's Hardware zum Formlabs Form Studio 1, dem ersten Harzdrucker von Formlabs für Endverbraucher, lobt den Druck ohne Aufsicht, den großen Touchscreen und die Harzkartusche. Der Drucker startet bei 699 US-Dollar und ist auf die eigenen Alpha-Harze ausgelegt, ein offener Materialmodus erlaubt Fremdharze mit zusätzlicher Kalibrierung. Als Schwäche nennt der Tester die etwas wackelige Haube.
Die wichtigsten Fakten
Pakete starten bei 699 US-Dollar inklusive Versand, das Flex-Paket kostet 749
Bauraum 200 x 125 x 235 mm bei 35 Mikrometer Pixelabstand
Alpha-Harze sind mit dem Drucker und dem 179-Dollar-VOC-Extraktor UL GREENGUARD Gold zertifiziert
Beispieldruck: 264 ml Harz, 10 Stunden 56 Minuten bei 0,05 mm Schichthöhe
Was bietet der Form Studio 1 und was kostet er?
Der Form Studio 1 nutzt ein LCD mit Low-Force-Display, eine Hintergrundbeleuchtung mit 28 LEDs und 35 Mikrometer Pixelabstand. Der Bauraum misst 200 x 125 x 235 mm, die Stellfläche 342 x 315 x 502 mm, das Gewicht 14,5 kg. Hinzu kommen ein 7-Zoll-Touchscreen, Ethernet, WLAN und eine Kamera für Live-Ansicht und Zeitraffer. Das Basic-Paket kostet 699 US-Dollar, das getestete Flex-Paket 749 Dollar, die Founders Edition kostet gleich viel und bringt Farboptionen und Extras. Ein optionaler VOC-Extraktor kostet 179 Dollar.
Wie laufen Harz und Einrichtung?
Der Drucker kommt fast fertig montiert und vorab nivelliert. Bei der Einrichtung soll das ganze Gerät ausgerichtet werden, damit die automatische Harzzufuhr die Wanne nicht überfüllt. Das Harz kommt in Kartuschen. Laut Formlabs sind die Alpha-Harze die ersten, die mit diesem Drucker und dem VOC-Extraktor UL GREENGUARD Gold zertifiziert sind. Der Open Material Mode erlaubt Fremdharze, die aber im Slicer kalibriert werden müssen und die Zuverlässigkeit mindern können. Formlabs gibt an, ein Atemschutz sei nicht nötig, der Test rät dennoch zu Lüftung, Handschuhen und Schutzbrille.
Was ergab der Test?
Gelobt werden Design, großer Bildschirm, verriegelbare Wanne und Bauplattform sowie das gedruckte Werkzeugfach. Die Haube und ihre Halterung wirken etwas wackelig, Formlabs arbeitet laut Test an einer Verbesserung. Der Slicer PreForm braucht für Umsteiger von Lychee oder Chitubox einige Drucke Eingewöhnung. Eine massive Figur in Alpha Grey V1 brauchte 264 ml Harz und 10 Stunden 56 Minuten bei 0,05 mm Schichthöhe.
Was das bedeutet
Für industrielle Anwender zeigt der Form Studio 1 vor allem, wo Formlabs das untere Ende des Harzdrucks sieht: eine Maschine unter 700 Dollar mit eigenem Harz-Ökosystem. Produktionsanlagen ersetzt sie kaum, kleine Unternehmen in Europa könnten sie aber für Anschauungsmodelle und Passungsprüfungen nutzen. Im offenen Materialmodus gilt die Zuverlässigkeit nicht im gleichen Maß, die Teilekosten hängen also von der Harzwahl ab, und Qualifizierungsdaten für funktionale Teile liefert der Test nicht.
Häufige Fragen
Was kostet der Formlabs Form Studio 1?
Das Basic-Paket kostet 699 US-Dollar, das Flex-Paket 749 Dollar, jeweils inklusive Versand. Die Founders Edition kostet ebenfalls 749 Dollar.
Kann der Form Studio 1 Fremdharze nutzen?
Ja, über den Open Material Mode. Die Harze müssen im Slicer kalibriert werden, und laut Test kann die Druckzuverlässigkeit leiden.