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Prusa bringt 400 °C Hotend und drei Hochtemperatur-Filamente für die CORE One

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Prusa bringt 400 °C Hotend und drei Hochtemperatur-Filamente für die CORE One
Bild: Prusa Research

Prusa Research hat das HT Hotend veröffentlicht, ein schnell wechselbares 400 °C Upgrade für CORE One+ und CORE One L+. Dazu kommen HighTemp-Druckplatten und drei neue Filamente: PPS-CF, PPS-GF und PPA-CF Core. Das Unternehmen sieht darin einen günstigeren Weg zu technischen Polymeren als mit einer eigenen Industriemaschine, die 60 °C Kammertemperatur begrenzt jedoch anspruchsvollste Werkstoffe.

Die wichtigsten Fakten
  • Das HT Hotend druckt bis 400 °C und ist in unter einer Minute getauscht
  • Die Kammer erreicht 60 °C, was PEKK-A CF und Ähnliches einschränkt
  • Neue Filamente: PPS-CF10, PPS-GF20 und PPA-CF Core
  • Zwischenschichthaftung: PA11 Carbon Fiber +23 %, ASA +18 %

Kontext Die Zwischenschichthaftung beschreibt, wie gut jede gedruckte Schicht mit der darunterliegenden verbunden ist, und ist bei FDM-Teilen meist die schwächste Richtung.

Was ändert das HT Hotend bei CORE One+ und L+?

Das HT Hotend hebt die Drucktemperatur auf 400 °C und lässt sich in weniger als einer Minute gegen ein anderes Hotend tauschen. Es wird als Upgrade für vorhandene Drucker oder ab Werk an einer neuen CORE One L+ angeboten. Mit INDX ist es nicht kompatibel. Prusa argumentiert, Hochtemperaturdruck sei meist teuer, sowohl wegen der Materialien als auch wegen der dafür üblichen Spezialmaschinen.

Welche bestehenden Materialien profitieren?

Druck oberhalb von 300 °C verbessert die Zwischenschichthaftung mehrerer Prusaments, die auch mit Standard-Hotend laufen. Prusa nennt gemessene Zuwächse von 23 % bei PA11 Carbon Fiber, 18 % bei ASA und je 7 % bei PC Blend und PC Blend Carbon Fiber.

Welche neuen Filamente und Druckplatten gibt es?

Im E-Shop kommen drei Filamente hinzu: Siraya Tech Fibreheart PPA-CF Core, Fiberon PPS-CF10 und Fiberon PPS-GF20. PPA-CF wird als öl- und kraftstoffbeständig bis 199 °C im getemperten Zustand beschrieben, PPS mit höchster chemischer Beständigkeit, UL94 V0 und 252 °C Wärmebeständigkeit. Das glasfaserverstärkte PPS zielt auf Elektronikgehäuse, da es Funksignale nicht blockiert. Die HighTemp-Platte, bisher für den Prusa Pro HT90 erhältlich, gibt es nun auch für CORE One+ und L+ für Materialien wie PEI, PEEK, PEKK, PPSU und PPS.

Welche Grenzen und Vorsichtsmaßnahmen gelten?

Die 400 °C Düse würde Materialien wie PEKK-A CF erlauben, doch die Kammertemperatur von 60 °C ist der begrenzende Faktor, sodass nur kleine Teile gelingen können. Prusa empfiehlt Filterung, da die meisten Hochtemperaturmaterialien gefährliche Dämpfe abgeben, sowie eine Prusa USS Drybox, weil Materialien wie PEI1010 binnen Stunden Feuchtigkeit aufnehmen.

Was das bedeutet

Für kleine und mittlere Fertiger senkt das die Einstiegskosten für Versuche mit PPS- und PPA-Teilen, etwa für Vorrichtungen, Gehäuse oder chemisch belastete Halterungen. Die Grenzen zählen: 60 °C Kammer, Absaugung der Dämpfe und konsequente Filamenttrocknung bedeuten Aufwand, und die Haftungsgewinne sind Messwerte von Prusa selbst. Für qualifizierte oder sicherheitsrelevante Teile bräuchte es unabhängige Prüfungen des gedruckten Werkstoffs statt Datenblattwerten.

Häufige Fragen

Ist das HT Hotend mit jedem Prusa-Drucker kompatibel?

Es wird für CORE One+ und CORE One L+ angeboten, als Upgrade oder ab Werk an einer neuen CORE One L+. Mit INDX ist es nicht kompatibel.

Kann die CORE One mit dem HT Hotend PEKK oder PEEK drucken?

Die 400 °C Düse erlaubt Materialien wie PEKK-A CF, doch die 60 °C Kammer ist der begrenzende Faktor, sodass solche Materialien eventuell nur für kleine Bauteile funktionieren.

Warum empfiehlt Prusa Filterung und eine Drybox?

Die meisten Hochtemperaturmaterialien geben gefährliche Dämpfe ab, und Filamente wie PEI1010 nehmen binnen Stunden Feuchtigkeit auf, was erfolgreiche Drucke nahezu unmöglich macht.

Zu den Originalberichten
  1. Prusa Research blog, 21. Okt. 2026

Diese Zusammenfassung wurde mit Hilfe von KI aus den verlinkten Berichten erstellt, unter der redaktionellen Verantwortung von Svetozar Kolesar.