Auf dem Maker-Festival Open Sauce in San Mateo sah ein Reporter von Tom's Hardware Desktop-UV-Drucker von xTool, EufyMake und Morpho, einen Flash-Cure-Harzdrucker der UC Berkeley sowie neue FDM-Geräte von Prusa Research, Snapmaker und Elegoo. Der Bericht zeigt, wie UV-Druck, eine Industrietechnik, zu kleinen Firmen und Privatnutzern wandert.
Die wichtigsten Fakten
xTool O1 Omni kostet 1.699 bis 3.969 US-Dollar
Fünf Firmen verkleinern UV-Drucker ab 50.000 Dollar auf Desktop-Größe
OpenCAL härtet ein ganzes Harzmodell in wenigen Minuten aus
Open Sauce 2026 war die vierte Ausgabe, in San Mateo
Kontext UV-Druck härtet Tinte mit ultraviolettem Licht aus und druckt fotografische Farben auf nahezu jedes Material im Gerät, von flachen Grafiken bis zu Texturen von wenigen Millimetern Höhe.
Welche Desktop-UV-Drucker wurden gezeigt?
Laut Bericht versuchen fünf Unternehmen, UV-Drucker, die bisher über 50.000 US-Dollar kosten, auf eine für kleine Firmen bezahlbare Größe und Preislage zu bringen. Drei waren auf dem Festival. xTool zeigte den O1 Omni, einen Vier-in-eins-UV-Drucker, ab 1.699 US-Dollar mit einem UV-Kopf bis 3.969 US-Dollar in der Vollausstattung. Ein serienreifes Testgerät wird noch erwartet.
EufyMake, früher AnkerMake, brachte als Erster den E1 auf den Markt, hatte nach einer sehr erfolgreichen Kickstarter-Kampagne aber Lieferkettenprobleme. Morpho, ein Startup unter Leitung des früheren DJI-F&E-Vizepräsidenten Brett Wang, zeigte einen Open-Source-UV-Drucker, der noch nicht testreif ist. Die meisten Geräte dieser Klasse sind noch Prototypen oder im Crowdfunding.
Was gab es sonst auf der Messe zu sehen?
Prusa Research zeigte den CORE One+ INDX neben CORE One L, MK4S und XL. Snapmaker druckte auf dem Toolchanger U1 ein Fan-Speeder-Bike und stellte das Projekt Full Spectrum vor, das vier Filamente mit unterteilten Schichten mischt. Elegoo zeigte den Centauri Carbon 2. Unlayered 3D führte einen noch in Entwicklung befindlichen nicht-planaren 5-Achs-FDM-Drucker vor, der durch Kippen des Kopfes und Drehen des Bettes ohne Stützen auskommt. Positron 3D zeigte einen Drucker, der auf 200 x 200 x 70 mm zusammenklappt.
Studierende der UC Berkeley stellten OpenCAL vor, einen Open-Source-Harzdrucker, der ein ganzes Modell auf einmal projiziert und in wenigen Minuten aushärtet. Das Spezialharz soll über Formlabs erhältlich werden.
Was das bedeutet
Für industrielle Anwender ist das vor allem ein Beobachtungssignal, kein Kaufargument. Desktop-UV-Druck könnte kleinen Werkstätten künftig farbige, texturierte Teile und Beschriftung ohne 50.000-Dollar-Maschine ermöglichen, doch laut Bericht sind die meisten Geräte Prototypen oder crowdfinanziert, mit bereits beobachteten Lieferproblemen. Zuverlässigkeit, Materialbreite und Service sind unbewiesen. Flash-Cure-Harz wie bei OpenCAL ist ein Forschungsergebnis ohne genannten Serienzeitplan.
Häufige Fragen
Was kostet der xTool O1 Omni?
Die Geräte beginnen bei 1.699 US-Dollar mit einem UV-Kopf und reichen bis 3.969 US-Dollar für die Vollausstattung.
Was ist OpenCAL?
OpenCAL ist ein Open-Source-Harzdrucker der UC Berkeley, der ein ganzes Modell auf einmal projiziert und in einem Spezialharz in wenigen Minuten aushärtet. Das Harz soll über Formlabs verkauft werden.
Welche Firmen zeigen Desktop-UV-Drucker?
xTool, EufyMake und Morpho waren auf dem Open Sauce, laut Bericht versuchen sich fünf Unternehmen an solchen Geräten.